
Kohl gehört zu traditionellen tschechischen Gemüsesorten. Unter dem Begriff Kohl stellen sich die meisten von uns Weißkohl vor. Es sollte jedoch nicht übersehen werden, dass wir heute auch Chinakohl und Pak Choi konsumieren. Weißkohl wird sowohl in frischem Zustand (Salate) als auch gekocht oder vergoren verzehrt. In der modernen Ernährung sinkt der Verzehr von gekochtem Kohl zugunsten von frischen Salaten. Weißkohl unterscheidet sich in seiner Zusammensetzung nicht wesentlich von anderen Gemüsearten. Neun Zehntel des Gewichts von frischem Kohl besteht aus Zellwasser. Die verbleibenden 10 % der Trockenmasse setzen sich aus Kohlenhydraten (5 g), Ballaststoffen (3 g), Eiweißen (1,5 g), Fetten, organischen Säuren, Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen zusammen. Der energetische Wert von Kohl ist sehr niedrig, nur 20 - 25 kcal pro 100 g. Die Unterschiede in der Zusammensetzung des weißen und roten Kohls sind nicht groß. Kohl enthält viele pflanzliche Verbindungen, die sich positiv auf die Gesundheit des Menschen auswirken. Erwähnenswert ist zum Beispiel Sulforaphan, eine Substanz, die nachweislich krebshemmende Wirkungen hat. Der Gehalt an Ballaststoffen trägt außerdem dazu bei, das Risiko von Krebserkrankungen, insbesondere des Verdauungstraktes, zu senken. Kohlsaft ist ein bewährtes Mittel zur Behandlung von Geschwüren im Magen und Zwölferring. Die Fähigkeit, die geschädigte Schleimhaut des Verdauungstraktes zu heilen, wird Biotin (früher als Vitamin U bezeichnet) zugeschrieben, das in erhöhter Menge im Kohl vorhanden ist. Kohl oder Saft daraus zeigt eine Reihe weiterer positiver Wirkungen. Er wirkt antibakteriell, erleichtert das Abhusten, hilft bei der Bildung von Stuhlvolumen und ist geeignet zur Behandlung von Gicht und Gallensteinen. Der hohe Gehalt an Kalium führt zu harntreibenden Eigenschaften des Kohls. Insgesamt ist Kohl jedoch ein sehr geeignetes Nahrungsmittel für Kranke mit hohem Blutdruck und Herz-Kreislauf Erkrankungen. Der Gehalt an Vitamin C ist besonders im Sauerkraut bedeutend. Besonders in den Wintermonaten, wenn frisches Gemüse Mangelware ist, spielt Kohl eine sehr wichtige Rolle bei der Sättigung des Körpers mit schützenden Stoffen. Weißkohl benötigt fruchtbare Böden mit guter Nährstoffversorgung und hoher Wasserhaltefähigkeit. Für frühe Sorten wählen wir leichtere Böden, für späte und lagerfähige Sorten hingegen schwerere Böden mit einem pH-Wert zwischen 6 und 7. Kohl wird in den ersten Reihen eingestuft. Frühe Sorten setzen wir aus vorgezogenen Setzlingen, späte können wir auch direkt ins Beet säen. Während der Vegetationsperiode sorgen wir für eine regelmäßige Wasserversorgung. Wir ernten von Hand, lagern bei Temperaturen von 1 - 2 °C und hoher Luftfeuchtigkeit (95 %).
Weißkohl (Brassica oleracea L. convar. capitata (L) Alef.) - Pourovo spät
Inhalt der Verpackung
0,6 g (200 - 300 Samen in 1 g, HTS 3 - 5 g) - behandelt gegen Pilzkrankheiten: Ja
Saatmethode
Abstand 60 x 60 cm
Vegetationszeit
170 - 190 Tage vom Aussäen bis zur Ernte
Übersicht über das Datum von Aussaat, Pflanzung und Ernte:
Lagerung
Die Sorte Pourovo pozdní eignet sich zur Lagerung.
Vorgehensweise bei der Lagerung von Weißkohl
Weißkohl ernten wir sorgfältig mit einigen äußeren Blättern, damit die Köpfe nicht zerdrückt werden. Die optimale Lagertemperatur liegt bei 1 bis 2 °C und hoher Luftfeuchtigkeit (95 %). Ein ideales Umfeld für längere Lagerung ist ein kühler und gut belüfteter Keller. Weißkohl kann neben Kellerplätzen auch in einem Gewächshaus oder einer Wintergrube gelagert werden, indem wir ihn mit Wurzelballen, die wir mit Erde bedecken, ablegen. Gewächshaus oder Grube decken wir mit Brettern ab und im Falle von Frost mit gepressten Strohbündeln, Laub oder Styroporplatten. Vor der Lagerung sollten die großen äußeren Blätter jedoch abgerissen werden. So gelagerter Weißkohl hält sich auch mehrere Monate (je nach Sorte).